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"Run on adidas" am 3. Juni 2000

Grobes Foul für Arbeitsrechte

Von Gudrun Schneeweiß

Die Christliche Initiative Romero ist eine der Trägerinnen der Kampagne "Saubere Kleidung". Sie stellt fest: Der Konzern "adidas" hat 1999 mit 445 Millionen DM den größten Gewinn seiner Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Aber er läßt weiter unter ausgbeuterischen Bedingungen in sogenannten Billiglohnländern fertigen.

Da die Kampagne "Saubere Kleidung" wiederholt auf die Arbeitsrechtsverletzungen, wie erzwungene Überstunden und Schwangerschaftstests hingewiesen hatte, kam es zwar im April 2000 zu Verhandlungen über eine kontinuierliche unabhängige Überprüfung der adidas-Zulieferer in El Salvado. Aber die Verhandlungen scheiterten, weil sich adidas weigerte, Druck auf seine Zulieferer zuzustimmen. Damit entzieht sich der Konzern seiner Verantwortung, seinen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse zu leisten.

Um den Konzern "adidas" auf seine Verpflichtungen aufmerksam zu machen, soll ihm einmal in einer Briefaktion die "rote Karte" gezeigt werden.

Zum andern will der "run auf adidas" am Samstag, dem 3. Juni 2000, im mittelfränkischen Herzogenaurach bei Erlangen zeigen, daß sich Menschen in Deutschland ihrer weltweiten Verantwortun für Gerechtigkeit in der Arbeitswelt bewußt sind.

Weitere Informationen sind erhältlich bei: Koordinationsbüro der Kampagne, Tel. 0211/4301-317, Fax: 0211/4301-387, e-mail: CCC-D@dgb.bildungswerk.de

G.S.

Netz-Info, Juni 2000
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