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"Alle Knospen springen auf ..."

FIAN: Blumenkampagne

von Gudrun Schneeweiß

Zur Erinnerung: Im Herbst 1998 unterzeichneten zahlreiche Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, kirchliche Organisationen mit Produzenten in Ekuador, Kenia und Simbabwe die Satzung des "Flower Label Programs" zur menschen- und umweltschonenden Produktion von Blumen. Seit Frühjahr 1999 werden diese fair produzierten und gehandelten Blumen auch in Deutschland, angeboten, und laut EMNID-Umfrage von 1995sind 78 % der deutschen Bevölkerung an 'fair' produzierten Blumen interessiert, 1/3 hiervon wären auch bereit, mehr für solche Blumen zu bezahlen. Zum Muttertag 1999 boten bereits mehr als 250 Blumengeschäfte diese Blumen an.

Freilich liegt noch eine weite Strecke auf dem Weg zur Gerechtigkeit vor allen.

So werden in Kenia die ausgehandelten Mindeststandards weithin nicht eingehalten. Eine Briefaktion von FIAN an den Arbeitsminister von Kenia will deswegen diese Satzung durchsetzen helfen.

In Deutschland selbst soll das Programm weiter bekannt gemacht werden. Ziel der Aktivitäten in den nächsten Monaten soll sein, das Blumensiegel einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und mehr Blumenläden zu finden, diei FLP-Ware anbieten. Außerdem soll angestrebt werden, möglichst viele Großabnehmer, wie Firmen, Kirchen oder Stadtverwaltungen, dazu zu bewegen, vorzugsweise FLP-Blumen zu kaufen. Der Valentinstag 2000 (14. Februar) gibt dazu einen publikumswirksamen Anlaß.

Material und Anregungen vermittelt gern Marlies Olberz, Ainmillerstr. 24, 80801 München, FIAN-Gruppe München.

G.S.

Netz-Info, Advent 1999
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