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Netzwerk für demokratische Kontrolle der Finanzmärkte gegründet

Aus der Pressemitteilung von KAIROS und WEED

Ein Netzwerk für eine demokratische Kontrolle der internationalen Finanzmärkte gründeten am 21. Januar 2000 in Frankfurt/Main Vertreter und Vertreterinnen von über 50 Nichtregierungsorganisationen, Verbänden und Intiativen. An dem Treffen nahmen u.a. kirchliche Gruppen wie PAX CHRISTI, KAIROS Europa und missio, der Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen VENRO, der BUND, die Informationsstelle Lateinamerika ila, die Jusos, Stiftung Umverteilen, Germanwatch, WEED sowie lokale Initiativen teil.

"Ziel des Netzwerkes ist es", so Anja Osterhaus von KAIROS Europa, "daß die Zivilgesellschaft sich in die Diskussion um eine Reform des internationalen Finanzsystems einmischt. Das Thema ist zu wichtig, um es Bankern, Bürokraten und Spekulanten zu überlassen. Schließlich sind die internationalen Finanzmärkte die Speerspitze einer Globalisierung, die in ihrer derzeitigen Form nur wenige Gewinner, aber viele Verlierer kennt."

Peter Wahl von der Bonner NGO WEED sagte: "Die Finanzmärkte diktieren den Regierungen zunehmend die Grundlagen der Wirtschafts, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Mit der Drohung ihr Kapital abzuziehen, erpressen sie inzwischen selbst große Industrieländer. Obwohl von niemandem gewält, spielen Banker, Spekulanten und die Manager dubioser Fonds dadurch Schicksal für Millionen von Menschen. Die Politik muß wieder die Souveränität über die Finazmärkte gewinnen."

Das Netzwerk will mit Publikationen , Veranstaltungen, Lobbyarbeit und Protestaktionen politischen Druck machen. International wird man eng mit der französischen Bewegung ATTAC und ähnlichen Netzwerken in den USA und der EU zusammenarbeiten.

Ein Koordinationskreis zur Vorbereitung von Aktivitäten wurde gebildet. Das Netzwerk ist offen für Organisationen und für Einzelpersonen.

Kontaktadresse: KAIROS Europa, Hegenich-Straße 22, 69124 Heidelberg, Tel. 06221-712610, Fax 06221-781182, e-mail: kairoshd@aol.com

Netz-Info, Juni 2000
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